Erläuterungen zur Engpassanalyse

Anmerkung und Methodische Erläuterungen zur staatlichen Engpassanalyse
Eine der Hauptaufgaben der öffentlichen Arbeitsvermittlung (Arbeitsagentur und Jocenter) besteht darin, Arbeitsstellen rasch zu besetzen, um so gleichermaßen Arbeitslosigkeit und Kräftemangel entgegenzuwirken. Da Bewerber und Arbeitsstellen auch möglichst gut zueinander passen sollen, ist die schnelle Reaktion der Vermittlungsfachkräfte auf Arbeitsstellenmeldungen dabei ein wichtiges, aber nicht das maßgebende Kriterium. Wichtiger ist es im Regelfall, dass der vorgeschlagene Bewerber möglichst genau den Anforderungen der Arbeitsstelle entspricht. Je länger es dauert bis eine Arbeitsstelle besetzt bzw. abgemeldet wird, desto schwieriger gestaltete sich im Regelfall die Suche nach einem passenden Bewerber.




In der Engpassanalyse der Arbeitsagentur werden von Zeitarbeitsunternehmen gemeldete Arbeitsstellen nicht berücksichtigt, weil sie die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern und damit die Knappheitsverhältnisse insgesamt und in den einzelnen Berufen überzeichnen. So kann es zum einen zu Doppel- oder Mehrfachzählungen von Stellenangeboten kommen, wenn ein oder mehrere Zeitarbeitsunternehmen Mitarbeiter für den Arbeitskräftebedarf eines Betriebes suchen. Und zum anderen melden Zeitarbeitsunternehmen auch Stellen, ohne dass ein konkreter Einstellungsbedarf besteht, weil der Bedarf sich auf erwartete Aufträge in der Zukunft richtet. Obwohl es auch bei diesen Stellen später zu Einstellungen kommen kann und kommt, können diese Stellen nicht als ungedeckte oder offene  Arbeitskräftenachfrage im Sinne der Engpassanalyse gewertet werden. In der Engpassanalyse werden deshalb alle Angaben zum Zugang, dem Bestand und der Vakanzzeit von gemeldeten Stellen ohne Stellenmeldungen von Betrieben aus den Wirtschaftsgruppen „Befristete Überlassung von Arbeitskräften“ und „Sonstige Überlassung von Arbeitskräften“ ausgewiesen.