Einwanderungsgesetz

Fachkräfteeinwanderungsgesetz schon vor dem Aus !?

Der Grund = Die parlamentarische Beratung des Gesetzes wurde auf Druck von Innenpolitikern der Union im Bundestag vertagt. „Wir wollen das Fachkräfteeinwanderungsgesetz im Parlament erst beraten, wenn wir einen Kabinettsbeschluss auch zum Geordnete-Rückkehr-Gesetz haben“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg (CDU) der SZ. Die Union will das Gesetz nun an ein weiteres Gesetzesvorhaben knüpfen: an das Gesetz zur geordneten Rückkehr, das verschärfte Abschiebungen für Ausreisepflichtige vorsieht. Seit Jahrzehnten diskutiert die Politik um ein Einwanderungsgesetz. Es wird von Wirtschaftsverbänden, Industrie und Handwerkskammern sowie der Baubranche dringendst eingefordert. In vielen Regionen Deutschlands fehlen Arbeitskräte, ob im Handwerk, der Pflege bis hin zu IT-Berufen. Nach Schätzungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sind 1,6 Millionen Stellen längerfristig unbesetzt. Im Dezember hat das Kabinett daher ein zweiteiliges Fachkräftezuwanderungsgesetz beschlossen. Es soll Nicht-EU-Ausländern mit einer abgeschlossenen und in Deutschland anerkannten Berufsausbildung den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Noch im März sollte wie vereinbart das Gesetz im Bundestag beraten werden. Nun steht allerdings fest, das Fachkräftezuwanderungsgesetz wird aufgeschoben. Bis wann, ist offen.

Christian Wisniewski von Jobs-in-Germany.net kritisiert dieses Verhalten scharf. „Anstatt dieses Gesetz zu verabschieden und die Zeit zu nutzen um eine zentrale Bearbeitungsstelle aufzubauen, Personal für die Umsetzung zu schulen oder in ausreichendem Umfang einzustellen, wird dies nun an ein „Geordnetes-Rückkehr-Gesetz“ gekoppelt und macht wieder einmal deutlich, dass Politiker völlig an der Realität vorbeilebt. Nicht nur das in vielen Bereichen dringend Personal benötigt wird. Nein, man setzt ganz nebenbei ausländische Fachkräfte mit Asylantragstellern und der Asylpolitik gleich. Das hat mit Anwerbung von ausländischen Fachkräften nun überhaupt nichts mehr zu tun und schadet nicht nur dem Ansehen Deutschlands, sondern vor allem dem Handwerk und der Industrie nochmals deutlich. Das parteipolitische Interessen mittels Erpressung vor dem Wählerauftrag und der gesellschaftlichen Zukunft steht, ist eigentlich schon grob fahrlässig. Natürlich ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz kein Allheilmittel für den Mangel selbst, denn dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dennoch ist der Entwurf in seiner Form eines der besten Gesetzesvorlagen der letzten Jahre, und eine sinnvolle Ausweitung des vorhanden Blue Card Einwanderungsgesetzes. Denn die Blue Card gilt für Akademiker sowie den anerkannten Mangelberufen, aber eben nicht den breiten Bedarfe des Handwerks, Bau oder Industrie, und erst recht nicht dem Pflegebereich.“

einwanderungsgesetz

Einwanderungsgesetz sollte ab 2020 kommen!
Der Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften die in Deutschland Arbeiten und Leben möchten, wird ab 2020 mit zwei Gesetzesentwürfen – Fachkräfteeinwanderung und der Beschäftigungsduldung – gesetzlich geregelt.

Genauere Infomationen zu den Gesetzesvorlagen finden Sie auf den Infoseiten Fachkräfteeinwanderungsgesetz und Beschäftigungsduldung.

Zu den entscheidenen Neuerungen ab 2020 gehören:
– Der Verzicht auf eine Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag.
– Der Wegfall der Begrenzung auf Mangelberufe bei qualifizierter Berufsausbildung.
– Die Möglichkeit für Fachkräfte mit anerkannter qualifizierter Berufsausbildung für 6 Monate zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen.